Zum Hauptinhalt

Ausbau

Camper-Elektrik selber planen – die Basics für den Weiterausbau

Eine Camper-Elektrik planst du in vier Schritten: Verbrauch pro Tag in Amperestunden schätzen, Aufbaubatterie danach dimensionieren, Ladequellen festlegen (Lichtmaschine über Ladebooster, Solar, Landstrom) und erst zuletzt den Wechselrichter wählen. BasisBus liefert bewusst ohne Elektrik, damit dieser Teil zu deinem Bedarf passt.

Stand: 8. September 2026. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerauskunft.

Schritt 1: Verbrauch schätzen

Rechne pro Verbraucher Leistung × Nutzungsdauer. Kompressorkühlbox rund 20 bis 40 Ah pro Tag, LED-Licht 5 Ah, Laptop 5 bis 8 Ah pro Ladung, Wasserpumpe wenige Ah, Standheizung im Winter 10 bis 20 Ah.

Für Wochenendreisen mit Kühlbox landen die meisten bei 40 bis 60 Ah pro Tag. Wer ortsunabhängig arbeitet, kommt schnell auf 80 bis 120 Ah.

Schritt 2: Batterie wählen

LiFePO4 ist teurer in der Anschaffung, dafür fast vollständig nutzbar, leichter und langlebiger. AGM ist billiger, sollte aber nur zur Hälfte entladen werden – aus 100 Ah AGM werden real also etwa 50 Ah.

Praktisch heißt das: 100 Ah LiFePO4 entsprechen etwa 200 Ah AGM bei halbem Gewicht. Für Winterbetrieb ist wichtig, dass LiFePO4 unter null Grad nicht geladen werden darf, sofern die Batterie keine Heizung oder Ladeschutz besitzt.

Schritt 3: Laden

Ladebooster (DC-DC-Wandler) lädt die Aufbaubatterie während der Fahrt zuverlässig, auch bei modernen Lichtmaschinen mit Regelung. 30 A sind für 100 bis 200 Ah eine gängige Größe.

Solar rechnet sich vor allem im Sommerhalbjahr: 200 Wp bringen an einem guten Tag grob 60 bis 100 Ah, im Winter deutlich weniger. Landstrom über CEE-Anschluss mit Ladegerät ist die Reserve für Campingplätze.

Schritt 4: Wechselrichter mit Maß

Ein 2000-W-Wechselrichter zieht bei Volllast über 160 A aus der Batterie – das hält keine 100-Ah-Batterie lange durch. Plane den Wechselrichter für kurze Spitzen, nicht als Dauerversorgung.

Sicherheit gehört dazu: passende Absicherung nahe der Batterie, ausreichender Leitungsquerschnitt, getrennte Verlegung von 230 V, und bei Landstrom Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter. 230-V-Installationen gehören in Fachhand.

Häufige Fragen

Warum liefert BasisBus keine Elektrik mit?

Weil Batteriegröße, Solarleistung und Wechselrichter direkt vom Reisestil abhängen. Eine mitgelieferte Standardanlage ist für die Hälfte der Käufer zu klein und für die andere Hälfte zu teuer. Als Zusatzpaket ist sie buchbar.

Ist Leerverrohrung schon vorhanden?

Ja. Vor der Verkleidung werden Kabelrohre verlegt, damit du Leitungen später ziehen kannst, ohne fertige Wände aufzuschneiden.

LiFePO4 oder AGM?

Für regelmäßige Nutzung LiFePO4, weil nutzbare Kapazität, Gewicht und Lebensdauer den Aufpreis meist rechtfertigen. Für seltene Wochenenden mit Landstrom kann AGM genügen.

Angebot anfordern